Beitrags-Archiv

Beiträge im Archiv:

 

o    2017: Erste Assistenzärztin

o    2017: Wichtige Neuerungen

o    2017: Praxis lud zu Sommerfest

o    2016: Neues Domizil für die Arztpraxis Golm

o    2015: Debüt in Golm

 

Erste Assistenzärztin

Golm, Januar 2017. Zum Jahresende 2017 hat Frau Dr. Berit Sperling ihre Arbeit als Assistenzärztin  beendet. Die Praxis war für sie die letzte Station auf dem Weg zur Fachärztin für Allgemeinmedizin. Nun ist ihre Weiterbildung offiziell abgeschlossen. Das Praxisteam dankt Frau Dr. Sperling sehr, sehr herzlich für ihre Zeit in Golm und wünscht ihr für die Prüfung sowie den Start als Fachärztin alles erdenklich Gute.

Frau Dr. Sperling war die erste Assistenzärztin, die in der Praxis von Dr. Berit Böttcher einen wichtigen Abschnitt ihrer Facharztausbildung absolviert hat.

 

Wichtige Neuerungen

Golm, Februar 2017. In den ersten Monaten des Jahres 2017 gab es für die Praxis drei wichtige personelle Änderungen.

Uta Bernhardt nahm am 1. Februar ihre Arbeit auf. Sie ist Fachärztin für Innere Medizin sowie Notfall- und Palliativmedizin. Außerdem hat sie eine Ausbildung zur Psychoonkologin durchlaufen. Gemeinsam mit Dr. Berit Böttcher bildet sie das internistische Hausärzte-Stammteam in Golm. In den  knapp 14 Jahren zuvor hatte Uta Bernhardt in der Inneren Abteilung sowie auf der Palliativstation des Evangelischen Krankenhauses Lehnin (Potsdam-Mittelmark) gearbeitet.

Die zweite wichtige Neuerung Anfang 2017 kam in Gestalt von Dr. Berit Sperling. Am 1. April nahm sie ihre Arbeit als Assistenzärztin auf. Sie war die erste Ärztin, die einen wichtigen Abschnitt ihrer Facharztausbildung in der Golmer Praxis absolvierte. Von der Landesärztekammer und der Kassenärztlichen Vereinigung hatte Dr. Berit Böttcher die entsprechende Ausbildungsermächtigung erhalten.

Bei den Assistenzärzten handelt es sich um Mediziner, die ihr Studium erfolgreich abgeschlossen und die Approbation - die staatliche Zulassung, in Deutschland als Arzt arbeiten zu dürfen - erhalten haben. Bevor sie nach Golm kommen, waren die Assistenzärzte im Rahmen ihrer Facharztausbildung bereits in verschiedenen Krankenhäusern und Praxen tätig. Die Ausbildung dauert in der Regel mindestens sechs Jahre. Bis zu eineinhalb Jahre davon können angehende Fachärzte in der Praxis in Golm arbeiten. 

Die dritte personelle Änderung 2017 betraf die Arzthelferinnen. Janet Markwart, die seit 2013 als Medizinische Fachangestellte in Golm tätig war, hat die Praxis Ende März aus familiären Gründen verlassen. Mit ihrem Mann und ihrem Sohn ist die gebürtige Wurzenerin zurück in ihre alte Heimat in die Nähe von Leipzig gezogen.

Für sie kam Antje Fuchs, die wie Janet Markwart eine ausgebildete Medizinische Fachangestellte ist. Vor ihrem Wechsel in die Praxis von Frau Dr. Böttcher hatte sie acht Jahre lang in einer Praxis in Potsdam gearbeitet, wo sie umfangreiche berufliche Erfahrungen sammeln konnte.

Mehr über Uta Bernhardt und Antje Fuchs erfahren Sie bei der Vorstellung des Praxis-Teams hier:

Praxis-Team

 

Praxis lud zu Sommerfest

Golm, Juli 2017. Nachdem die Patienten in den zurückliegenden Monaten bereits ausgiebig Gelegenheit hatten, sich in den neuen Praxisräumen umzusehen, stellte die Praxis ihr neues Domizil im Rahmen eines Sommerfestes jetzt auch dem Kollegenkreis vor. Eingeladen waren zum Beispiel die Hausärzte aus den umliegenden Orten und Stadtteilen und deren Teams. Darüber hinaus freuten sich die drei Ärztinnen der Golmer Praxis, zahlreiche Facharzt-Kollegen aus Kliniken und Praxen aus ganz Potsdam begrüßen zu können.

Zum Kreis der Gäste zählten auch Mitarbeiter von Hauskrankenpflege-Einrichtungen, Physiotherapie-Praxen und Apotheken, mit denen das Team von Frau Dr. Berit Böttcher tagtäglich im Dienste der Patienten zusammenarbeitet.

Mehr als 120 Personen nahmen an dem Fest teil, für dessen musikalische Umrahmung der Gitarrist Lutz Andres sorgte. Als ein ganz spezielles Dankeschön für ihr Golmer Team setzte sich Frau Dr. Böttcher dann selber ans E-Piano und spielte für ihre beiden ärztlichen Kolleginnen und ihre Arzthelferinnen einige Lieder, und die Festgäste hörten zu. Zum Repertoire gehörten unter anderem "Der Schwan" aus dem "Karneval der Tiere" von Camille Saint-Saens und Stücke von Giuseppe Galluzzi sowie Carl Maria von Weber - teils als Solo, teils vierhändig als Duett mit ihrer Klavierlehrerin Anne Andres von der Musikschule Anne und Lutz Andres aus der Alexan

drowka. Großen Dank zollten Gastgeber wie Gäste auch Petrus, der nach den teils schwer verregneten Tagen zuvor das Fest mit allerschönstem Sonnenschein begleitete.

 

Neues Domizil für die Praxis Golm

Golm, Dezember 2016. Es ist geschafft! Die Arztpraxis Golm hat ihre neuen Räume bezogen. Am Montagmorgen des 12. Dezember 2016 öffneten sich die Praxistür am neuen Standort zum ersten Mal. Zuvor hatten viele fleißige Helfer ab dem 28. November eine Woche lang den Praxisbetrieb am alten Standort "heruntergefahren", alles demontiert, abgeschraubt und in Kisten verpackt. Am Samstag, dem 3. Dezember, kam das Umzugsauto, das die Firma Jacobs Küchen dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hatte. Anschließend wurde wiederum eine Woche lang in den neuen Räumen geschraubt, montiert und installiert. Schließlich stand alles an seinem Platz. Der Testlauf der Technik war bestanden. Am Nachmittag des 3. Advent rückten die letzten Helfer ab - alles, was bis zu diesem Zeitpunkt möglich war, war getan. "Ich möchte sehr, sehr herzlich allen danken, die mitgeholfen haben, dass der Traum von neuen Räumen für die Arztpraxis in Golm Wirklichkeit werden konnte", sagte Dr. Berit Böttcher.

Fast auf den Tag genau sechs Jahre nach der Übernahme der Golmer Praxis durch die Ärztin hatten die Arbeiten für das neue Gebäude am 4. April 2016 begonnen. Der Standort befindet sich in der Reiherbergstraße direkt an der Einmündung der Thomas-Müntzer-Straße und damit vis-à-vis der alten Adresse. „Für die Patienten ist das natürlich sehr vorteilhaft“, freut sich Dr. Berit Böttcher. „Auch nach dem Umzug bleibt der Weg zur Praxis de facto der gleiche.“

Mit einer Fläche von 170 Quadratmetern fällt die neue Internistische Hausarztpraxis im Vergleich zu den bisherigen Räumen im alten Golmer Schulhaus um rund ein Viertel größer aus. So gibt es nun zwei zusätzliche ärztliche Behandlungsräume: ein zweites Sprechzimmer sowie einen Raum, in dem auch die Sonografien durchgeführt werden. Abgesehen vom Platzzuwachs haben sich die Aufenthaltsbedingungen für Team und Patienten wesentlich verbessert. So können die legendären Montagssocken nun zu Hause im Schrank bleiben. Bei den Montagssocken handelte es sich um dicke Thermosocken, ohne die das Praxisteam aufgrund des eiskalten Fußbodens in den alten Räumen unweigerlich ebensolch eiskalten Füße

Mai 2016: Richtkranz über dem Praxisneubau.

bekam.

Das Richtfest für die neue Arztpraxis war am 1. Juni 2016 gefeiert worden. Nur zwei Tage hatten die Zimmerer gebraucht, um den Dachst

uhl zu errichten. Die Elemente waren vorgefertigt und kamen per Schwerlasttransport auf die Baustelle. Als besonders anspruchsvoll erwiesen sich dabei die Anlieferung und die Montage der beiden zentralen Mittelbalken, die mehr als 18 Meter lang sind.

Dr. Berit Böttcher brachte damals den Richtspruch aus. Gemeinsam mit Ehemann Carsten Böttcher dankte sie den Bauleuten für ihre schnelle und solide Arbeit. Dank zollten beide auch all jenen, die das Projekt mit Rat und Tat unterstützen: der Familie, Freunden und Verwandten ebenso wie den Golmer Gemeindevertretern, allen voran Ortsvorsteher Marcus Krause und seinem Amtsvorgänger Ulf Mohr. Frau Dr. Böttcher und ihr Mann dankten aber auch den Golmer Bürgern, namentlich etlichen von ihnen, die in den vergangenen Monaten bei der Bauvorbereitung immer wieder helfend mit Hand angelegt hatten. Nicht zuletzt dankten sie den Nachbarn für ihre Geduld angesichts von Baulärm und -dreck.

Mit 14 Schlägen wurde dann - ganz im Sinne des alten Brauchs - der letzte Nagel in den Dachstuhl gehämmert.

Der Tradition entsprechend hätte anschließend eigentlich der Zimmerermeister in seiner schwarzen Handwerkskluft den Richtspruch ausbringen müssen. Die Männer haben aber derzeit in so schneller Abfolge Bauprojekte im Kalender zu stehen, dass der kleine Bautrupp der Zimmerer inzwischen schon wieder weitergezogen war. Und so verlas Dr. Berit Böttcher einen eigenen Richtspruch der Familie:

Die Mauern sind gemauert, der Dachstuhl steht,

wo einst nur Wiese sich erstreckte,

heute ein Richtkranz weht.

 

Der Rohbau allen weithin kündet:

Aus festem Stein wird hier in Golm

ein neues Haus gegründet.

 

Wo jetzt noch kahle Mauern sich erheben,

wird bald man Menschen heilen,

werden Mieter leben.

 

Wir danken sehr der Handwerksleute Schar,

die fleißig grub und kundig mauerte und sägte,

die am Bau beteiligt war.

 

Möge nach altem Brauch und guter Sitte

mit besten Wünschen, höchstem Segen,

in Frieden steh‘n das Haus – so uns‘re Bitte.

 

Darauf nun jede Frau hier, jeder Mann,

erhebe bitte das Glas

und stoße mit uns an!

 

April 2016: Mit dem symbolischen ersten "Bagger-Biss" begannen die Bauarbeiten für die neue Arztpraxis.

In dem neuen Gebäude in der Reiherbergstraße befinden sich neben der Arztpraxis im Erdgeschoss auch drei Wohnungen im Dachgeschoss. Es handelt sich hierbei um jeweils rund 50 Quadratmeter große Zweiraumwohnungen, die komplett möbliert vermietet werden. C.B.

Zum Foto-Tagebuch des Praxis-Neubaus gelangen Sie hier.

Foto-Tagebuch

 

Debüt in Golm

© LÄKB, Anja Zimmermann MA

Golm / Potsdam, Dezember 2015. Eine der ersten Nichtärztlichen Praxis-Assistentinnen im Land Brandenburg kommt aus Golm. 2015 hatte die Landesärztekammer Brandenburg in einem Pilotprojekt begonnen, solche neuen Assistenten auszubilden. 37 Frauen und Männer waren Kammerangaben zufolge in Potsdam zur Ausbildung zugelassen worden, darunter Yvonne Scherf, die leitende Arzthelferin der Hausarztpraxis Golm. 35 weitere Anwärter begannen die Fortbildung in Cottbus.

Die Messlatte, um an dieser Zusatzausbildung teilnehmen zu dürfen, hat die Ärztekammer hoch gelegt: Ein Berufsabschluss als Medizinische Fachangestellte gehört ebenso zu den Zulassungsvoraussetzungen wie eine mindestens dreijährige Berufserfahrung in einer Hausarztpraxis.

Acht Monate lang – von März bis November 2015 – drückten die angehenden Näpa, wie die Assistenten kurz genannt werden, bei der Ärztekammer die Schulbank. Natürlich ging es zunächst einmal um medizinisches Wissen. Beispielsweise wurden in Hausarztpraxen häufig auftretende Erkrankungen vorgestellt und besprochen. Aber auch Themen wie Kommunikation und die fachliche Dokumentation standen auf dem Lehrplan. Neben dem theoretischen Abschnitt absolvierten die Teilnehmer auch eine 50 Stunden umfassende praktische Ausbildung sowie 20 Stunden, in denen es ausschließlich um Notfälle ging und darum, wie man in solchen Situationen richtig reagiert. Am Ende kam es darauf an: In einer Prüfung mussten die Praxisassistenten ihr angeeignetes Wissen unter Beweis stellen.

Auf die Frage, was denn bei der Näpa-Ausbildung am schwersten gefallen sei, denkt Yvonne Scherf kurz nach. „Schwergefallen kann man so nicht sagen“, erklärt sie. „Ungewohnt war es, ungewohnt, wieder mal so intensiv die Schulbank zu drücken.“ Auch die zeitliche Belastung sei nicht zu unterschätzen. Wenn man von Donnerstag bis einschließlich Samstag zur Weiterbildung ist, bleibe notgedrungen erst einmal einiges liegen – an Aufgaben in der Praxis wie auch zu Hause.

Das Team der Arztpraxis Golm ist stolz auf seine leitende Arzthelferin: Nicht nur, dass sie die anspruchsvolle, intensive Ausbildung erfolgreich durchlaufen hat, auch bei Tests und Prüfung gab es keine Beanstandungen.

Nun hat Golm eine der ersten Näpa im Land Brandenburg.

Mit dem Nichtärztlichen Praxisassistenten will die Landesärztekammer auf die Veränderungen in der Bevölkerungsstruktur reagieren. „Die Hausarztpraxis ist der Ort der medizinischen Grundversorgung“, heißt es im „Brandenburgischen Ärzteblatt“ vom Januar 2016. Durch den demographischen Wandel steigen die Anforderungen kontinuierlich. Um die Patienten optimal versorgen zu können, setze man zunehmend „auf eine arbeitsteilige Patientenbetreuung“, so die Zeitschrift weiter. Die Näpa sollen den Hausarzt unterstützen, beispielsweise bei Hausbesuchen. Ein wenig erinnert das Konzept der Praxisassistenten hier an die Arbeit der berühmten „Schwester Agnes“ aus DDR-Zeiten. C.B.